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John John Florence gewinnt den Volcom Pipe Pro auf Hawaii |
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| Donnerstag, den 02. Februar 2012 um 09:20 Uhr |
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Der Hawaianer John John Florence hat auf dem Weg zu seinem zweiten Volcom Pipe Pro Sieg in Folge einen der dramatischsten Momente des Profisurfens gezeigt: Er drehte in den letzten Sekunden das Blatt komplett um und bezwang den ehemaligen Pipe Pro Champion Jamie O'Brien.
O'Brien (Hawaii) konnte die Führung für 34 Minuten und 45 Sekunden halten. In der 35. Minute des Volcom Pipe Pro Finales verpuffte diese jedoch, denn dann kam John John Florence Geniestreich...
Foto: Florence auf dem Weg in eine gewaltige Barrel. Credit: Bielmann
O´Brien hatte sich am Anfang des Heats mit einer fast unüberwindbaren Führung festgesetzt und Florenz war beinahe nicht zu sehen. O'Briens zwei beste Scoring-Wellen waren mit einer 9,0 und einer 9,43 nahezu perfekt. Die drei Herausforderer im Heat versuchten ihn zu schlagen. Kai Barger aus Maui, einer der größten Herausforderer, hatte eine 9,33-Punktewelle ersurft, aber eine zweite gute Welle fehlte ihm bislang einfach. Nate Yeomans aus San Clemente war an dritter Stelle mit insgesamt 7,57 Punkten. Florence's Wertung war mit 9,93 insgesamt nicht viel besser, aber eben auch keine gute zweite Punktwertung.
Dann, bei der Fünfminutenmarke, kamen zwei Wellen in ca. 8-10 Fußgröße rein. Florence nahm die Erste: Eine unglaubliche Backside-Tube, die er unglaublich tief surfte. Er schoss aus der Tube und dem dazugehörigen "Spray" heraus und sicherte sich somit eine perfekte 10 bei den Punktrichtern. Direkt nach ihm schwang sich O´Brien auf das Brett und kam vor Florence Nase mit einer 9,93 wieder heraus. Damit hatte er seine Führung wieder ausgebaut.... Wahnsinn!
Eine Minute später paddelte Florence zu O´Brien rüber und gratulierte ihm. Plötzlich verdunkelte sich der Horizont - eine wohl letzte riesige Welle schien über das Riff von Pipe einzulaufen. Fünfzehn Sekunden später paddelte Florence in Position, vorbei an dem hektischen O´Brien, der die Welle ebenfalls sehen konnte. Florence schlug zu und surfte direkt in die Siegerwelle. Die Tube überzeugte die Punkterichter und sie vergaben eine 9.93. Damit war klar, wer die 20.000 Dollar Preisgeld und den Titel ergattert hatte: John John Florence!
Vor weniger als 8 Wochen hat Florence während der Pipe Masters auf ähnliche Weise gegen den 11-fachen Weltmeister Keller Slater verloren. Nun war jedoch er der Überlegende. "Ich habe mich auf dem halben Weg schon abgeschrieben", sagte Florence. "Ich konnte es nicht glauben. Kai und Jamie hatten schon neun Punkte.... Hier bei Pipe kann einfach alles passieren."
"Es waren nur noch 40 Sekunden und ich habe selbst nicht mehr daran geglaubt. Ich sagte zu Jamie: Glückwunsch, ich habe das letzte Jahr gewonnen und du gewinnst nun dieses Jahr.... Und dann drehte ich mich um und sah diese Welle. Ich paddelte was das Zeug hält und schnappte sie mir. Es war eine wilde Fahrt".
"Oh man, ich fühle mich als ob ich kurz vor meiner Haustür aus dem Auto geworfen wurde", sagte O'Brien. "Ich werde noch einmal Nachts hier vorbeikommen und die Trophäe stehlen", lachte er.
"Es tut weh", sagte Jamie, als er gerade einen Runner-up-Check ($ 10.000) festhielt. "Du denkst, du wirst ganz sicher gewinnen und dann gewinnst du doch nicht. Es ist in Ordnung. Ich habe ein paar wirklich gute Ergebnisse erzielen können und ich denke, dass ich auch eine gute Leistung abgeliefert habe. Das ist es, was für mich zählt. Ich hatte eine wirklich tolle Zeit. Ich habe in den letzten Heats den Rhythmus gefunden und ich konnte dadurch den Tag richtig genießen."
O'Brien schien an diesem Tag mit Pipeline zu spielen: Er surfte die Barrels von “Backdoor“ und “Pipe“ regular oder goofy. Wahnsinn, was er an diesem Tag ablieferte. Aber der Scheint Leichtigkeit trügt. So einfach, wie es bei ihm aussah, ist die Welle ganz sicher nicht. Für diese Wellen muss man schon ein Top-Surfer sein.
"Es sieht vielleicht einfach aus, aber das ist es nicht. Gerade bei einem Wipeout, wenn man unter Wasser gedrückt wird, ist es teilweise beängstigend. Hier zu surfen ist wirklich anspruchsvoll. Mal greift man sich eine Welle in der Inside, machmal weiter draußen. Es ist wirklich viel Arbeit, obwohl es manchmal nicht danach aussieht."
Bilder vom Finaltag
Der nächste Volcom-Contest ist der Volcom Fiji Pro (3. bis 15. Juni). Dies ist der 4. von 11 Stopps bei der diesjährigen ASP World Tour. RESULTATE:
SEMI FINALS
QUARTERS |












